DIE
FISCHE IM SKÅRSVATNET
Das Skårsvatnet ist
einzigartig in diesem Bezirk, es hat fünf Fischarten:
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Den
gelbe Aland (Leuciscus idus) |
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Karausch
(Carassius carassius) |
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Stichling
(Gastreosteus aculeatus) |
Den
gelbe Aland, eine farbenprächtige Art des Aland (Leuciscus idus); Karausch
(Carassius carassius); Forelle (Salmo trutta), Aal (Anguilla anguilla) und den
dreistacheligen Stichling (Gastreosteus aculeatus). Der See hat ein Fläche von
8,2 Hektar und liegt 113 Meter über dem Meeresspiegel.
Der gelbe Aland hat den
Skårsvatn-See als "Goldfischsee" im ganzen Land bekannt gemacht. Der
gelbe Aland und der Karausch wurden im Sommer 1914 im See ausgesetzt. Der
damalige Staatsarzt in Bergen, Klaus Hansen ( der Bruder Armeur Hansens, des
Entdeckers des Lepraerregers) reiste durch unseren Bezirk, um mit dem
Bezirksarzt Munch Søegaard die Tuberkuloseverbreitung zu untersuchen. Damals
erzählte der Bezirkarzt, dass der Skårsvatn-See fischlos wäre. Klaus Hansen
meinte darauf, er könne Fisch beschaffen der das Klima verträgt. Zu dieser Zeit
gab es sowohl gelbe Alande als auch Karausche in ein paar Teichen im
Nygårdspark beim Museum in Bergen. So wurden ein paar Eimer gefüllt mit Fischen
per Boot von Bergen nach Øystese geschickt.
Wie der gelbe Aland nach
Bergen kam, ist nicht ganz klar, aber er war wahrscheinlich Zierfisch in den
Teichen vom Nygårdspark und in Milde, ausserhalb von Bergen. Der gelbe Aland im
Nygårdspark starb während eines kalten Winters in den 1920-er Jahren aus.
In Europa findet man den
gelben Aland im Tatragebirge (1350 m. ü. NN) in der Slowakischen Republik. Den
einzigen wilden Stamm des gelben Alands in Norwegen findet man bei uns im
Skårsvatn. Der gelbe Aland ist keine eigene Spezies, sondern nur eine
farbenprächtige Art des Alands. Wenn die gelbe Alande sich untereinander
kreuzen, können normale Alande entstehen (die Fische sind mischerblich, die
Farbe ist dominant). Die grauschwarzen Fische, die mit den gelben Alanden
im See schwimmen, sind normale Alande.
Die Zukunft des gelben
Alands im Skårsvatn ist unsicher. Im Jahre 1967 setzte man Stichlige aus, die
als Nahrung für die Forellen dienen sollten. Die Stichlinge vermehren sich
recht schnell, und ihre Hauptnahrung besteht aus dem Rogen des gelben Alands.
Der gelbe Aland legt seine Eier im Frühling, und die letzten 15 - 20 Jahre
konnte man keinen Nachwuchs registrieren.
Der gelbe Aland kann wie
andere Karpfenarten sehr alt werden, 50 Jahre sind keine Seltenheit. In den
letzten Jahren sind die gelben Alande zwar grösser geworden, aber die Anzahl
hat sich verringert.
ES IST VERBOTEN, DEN GELBE
ALAND ZU ANGELN
Während man den gelbe Aland
und den Stichling leicht entdeckt, sieht man die anderen Fischarten weniger
gut.
Karausche und gelbe Alande
gehören zur Gattung der Karpfen, eine der artenreichsten Fischarten, die es
gibt (ca. 1.450). Karpfen sind die wichtigsten Nahrungsfische der
Süsswasserfische. Die Karausche sind recht anspruchslos, sie leben am liebsten
in flachen vegetationsreichen Seen, die meistens auch zugewachsen sein können.
Der Forellenstamm ist klein und nimmt zustätzlich enorm ab, wenn er die
Bandwurmlarven der Möwen bekommt. Der Stichling ist einer der Zwischenwirte
dieser Bandwürmer. Aal wird selten gefangen, wenn man Glück hat, im Herbst, in
einer Reuse am Auslauf des Sees.